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Langer Winter beschert der Modekette Adler die roten Zahlen

Wer im April noch durch den Schnee stapft, denkt nicht an Sandalen – dies konnte die Modefirma Adler deutlich in ihren sinkenden Absatzzahlen spüren und blieb auf ihrer Frühlingskollektion sitzen. Mit dem Abtauen der Eisdecke kann nun auch im Modehaus wieder aufgeatmet werden: Der Verkauf ging im April rasant nach oben.

Modekette Adler kann zwar auf eine 65-jährige Firmengeschichte zurückblicken, doch nicht immer lässt sich das Verhalten der Konsumenten steuern.
Dem deutschen Winter ist es zu verdanken, dass den Kunden die Lust fehlte, sich Sommerkleider und Sandalen zu kaufen. So verbuchte das bayrische Unternehmen einen Verlust von 10,6 Millionen Euro. Schmerzhaft, auch wenn tapfer die Hoffnung auf den kommenden Sommer liegt. Um es aus den roten Zahlen wieder raus zu schaffen, muss die Frühjahr/Sommer Kollektion den Umsatz wieder in die schwarzen Zahlen heben. Dazu trommelt das Unternehmen kräftig, um von den Verlustzahlen abzulenken: Mit Gewinnspielaktionen, Events und Kundenservice, konnte das Unternehmen auch weiterhin seinen Kundenstamm an sich binden.

Der Marktführer bei den über 45-jährigen kann allerdings nicht alles auf den harten Winter abwälzen. Zu kämpfen hat das Unternehmen mit einer zunehmenden Zurückhaltung der Konsumenten und steigenden Produktionskosten. Als Gegenmaßnahme sollen weniger Filialen eröffnet werden. Trotzdem wird die Modekette Adler kein kleiner Fisch werden: Mit 170 Filialen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg, bleibt das Unternehmen unter den Top 100 der größten Textilketten. Somit bleiben viele Kunden ihrem Adler treu.
Diese sind zwar leicht verschreckt durch den ausgefallenen Frühling, werden sich aber bestimmt wieder von der langen Eiszeit erholen. Locken tut die aktuelle Kollektion mit kräftigen und sommerlichen Farben, transparenten Shirts, Röcken und Kleidern mit vielen Kontrasten und Mustern.

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