Wachsjacken

Der britische Allrounder unter den Jacken: die Wachsjacke

Was genau sind eigentlich Wachsjacken?

Du spielst mit dem Gedanken, dir eine Wachsjacke zu kaufen oder hast schon einmal von Wachsjacken gehört, konntest dir aber noch keine genaue Vorstellung von diesen machen? Der nachfolgende Text wird dein Wissen erweitern.

Ihren Ursprung haben die Wachsjacken vor allem in Großbritannien, Irland und zum Teil Australien, wo sie besonders gerne zum Jagen oder Angeln verwendet wird. Seeleute trugen diese wetterfesten Jacken sogar schon im 19. Jahrhundert, wie Überlieferungen berichten. Auch als Freizeitjacke ist sie sehr beliebt und erfreut sich auch in Deutschland einer wachsenden Fangemeinde. Das Spezielle an der Wachsjacke ist vor allem das feste Baumwoll- bzw. Baumwollmischgewebe, welches mit Wachs oder Öl imprägniert ist. Diese Mischung macht die Jacke zu einem wahren Wetterallrounder, welcher Regen und Wind trotzt. Es gibt unterschiedliche Modelle und Arten von Wachsjacken, welche auf die verschiedenen Bedürfnisse (zum Beispiel das Angeln) zugeschnitten sind. In diesem Fall reicht eine Wachsjacke zum Beispiel nur bis knapp unter die Brust.

Es gibt unterschiedliche Hersteller

Als namenhafte Hersteller der Wachsjacken gelten traditionell Barbour und Belstaff (so trägt der moderne Sherlock Holmes in der BBC-Variante beispielsweise einen Belstaff Mantel). Auch Royal Scot, Puffa oder Musto zählen zu beliebten Herstellern der Wachsjacken. Mittlerweile kannst du diese Produkte auch in Deutschland erhalten, wie z. B. online unter https://www.wachsjacken.de/wachsjacke-damen/. Als Grundfarben zeichnen sich bei der Wachsjacke vor allem Grüntöne, aber auch braun oder schwarz ab. Die wasserfesten Allwetterjacken für Damen sind eine gute Wahl für viele Outdooraktivitäten.

Was du bei der Pflege von Wachsjacken beachten solltest

Damit du möglichst lange Freude an deiner Jacke hast, solltest du bestimmte Dinge bei der Pflege beachten. Als allererstes ein paar Hinweise für dich.

Dies solltest du auf gar keinen Fall tun:
  • Auf gar keinen Fall in die Waschmaschine geben! Hier wird nämlich sonst der Wachsfilm auf der Baumwolle zerstört und dieser Vorgang ist nicht mehr rückgängig zu machen.
  • Reinige die Jacke auch sonst nicht mit heißem Wasser, da der Effekt derselbe ist
  • Benutze auf keinen Fall Reinigungsmittel wie Waschmittel oder Allzweckreiniger – auch damit wird der Wachsfilm zerstört
  • Gebe die Jacke nicht in den Trockner!
  • Vermeide ebenso einen Föhn oder gar ein offenes Feuer, um die Wachsjacke zu trocknen
  • Halte die Jacke ebenfalls fern von einem Bügeleisen
So gehst du vor, wenn du deine Wachsjacke reinigen möchtest:
So gehst du vor, wenn du deine Wachsjacke reinigen möchtest:

  1. Befreie deine Jacke zunächst mit etwas kaltem Wasser von groben Schmutz. Dies sollte möglichst schnell erfolgen, da zum Beispiel Kies oder Sand eine scheuernde Wirkung auf Material und Wachsschicht haben.
  2. Benutze zur Reinigung einen weichen Schwamm oder eine Reinigungsbürste (weich!)
  3. Lasse deine Jacke anschließend mindestens 24 Stunden lufttrocknen.
  4. Vermeide eine direkte Sonneneinstrahlung

Das Wachsen

Diese Schritte solltest du nach jedem Ausflug in die Natur beherzigen und deine Wachsjacke unmittelbar auf Schmutzreste untersuchen. Ebenso wichtig wie die Reinigung der Jacke ist das regelmäßige Wachsen der Jacke. Das Wachsen sollte in regelmäßigen Abständen von etwa einem Jahr erfolgen, damit du lange Zeit Freude an der Jacke hast. Bemerkst du allerdings, dass die Jacke zunehmend trockener wird, solltest du mit dem Wachsen nicht so lange warten. Durch das Wachsen wird deine Jacke genauso wasserabweisend wie beim Neukauf. Zudem erstrahlt auch die Farbe der Jacke in frischem Glanz.

Das passende Wachs für deine Wachsjacke findest du zum Beispiel bei dem Händler, von dem du die Wachsjacke gekauft hast (z.B. Barbour). Auch Grönland-Wachs eignet sich sehr gut für deine Jacke, um sie geschmeidig und vor allem wetterfest zu halten. Dieses Wachs gibt es beispielsweise für bereits unter 10 Euro. Zwar gibt es auch “Wachs aus der Sprühflasche”, allerdings kannst du mit herkömmlichem Wachs besser “kontrollieren” wie viel du einwachst.

Beim Wachsen gehst du am besten wie folgt vor: schaue zunächst nach, ob die Jacke sauber und vor allem trocken ist. Lege die Jacke auf eine glatte Oberfläche, um mit dem Wachsen zu beginnen. Das Wachs trage erst auf ein weiches und fusselfreies Baumwolltuch auf, um ihn anschließend auf der Jacke zu verteilen. Dies erfolgt am sinnvollsten mit leicht kreisenden Bewegungen. Die Schicht sollte möglichst dünn sein, an Nähten kannst du die Schicht ruhig ein bisschen dicker auftragen. Im Anschluss wischst du das überflüssige Wachs ab und hängst deine Jacke an einen belüfteten Ort, um zu trocknen. Schaue am nächsten Tag nach, ob sich noch Wachsreste auf der Jacke befinden und wische sie ebenfalls ab. Sollte die Jacke noch trockene Stellen aufweisen, gehe nochmals mit einer dünnen Wachsschicht über die Stelle.

Falls du deine Jacke längere Zeit nicht benötigst, bewahre sie an einem trockenen Ort auf, an den keine Feuchtigkeit gelangen kann (also nicht der Keller) da sonst die Gefahr besteht, dass deine Wachsjacke schimmelt. Daher ist es sehr wichtig, vor der längeren Lagerung sicherzustellen, dass die Jacke sauber und vor allem trocken ist.

Beherzigst du alle oben genannten Tipps, wirst du über viele Jahre hinweg deine Freude an der Wachsjacke haben und sie als treuen Begleiter schon bald nicht mehr missen wollen.

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: pressmaster / 123RF Standard-Bild

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