Tipps zu Tattoos

Tattoos – trendige Bilder die unter die Haut gehen

Tattoos sind Kult, stehen für Individualität und bringen die Persönlichkeit besonders intensiv zum Ausdruck. Doch gehst du nur mit der Mode oder willst ein Tattoo, weil es für dich eine Bedeutung hat und das Bild auf der Haut zu deiner Lebenseinstellung gehört?

Tattoos über der Brust
Dein Motive und vorallen die Größe deiner Tattoos solltest du dir vorher genau überlegen.

Diese Frage solltest du beantworten, ehe du einen Termin im Tattoostudio vereinbarst und dich für ein dauerhaft auf deinem Körper präsentes Bild entscheidest. Im Wandel der Zeit hat das Tattoo schon viele Trends erlebt, die zu einem unaufhaltsamen Boom anschwollen und anschließend wie eine Seifenblase zerplatzten. Chinesische Schriftzeichen oder Blumen, Totenköpfe oder Tribals, egal welches Motiv deine Haut ziert, es bleibt für immer. Daher sollte man mit einer Tätowierung nicht nur einmal, nicht zweimal, sondern wirklich dreimal überlegen und alle Pros und Contras abwägen.

Es gibt keine unsichtbaren, aber versteckbare Tattoos

Das Tattoo ist längst nicht mehr nur ein Signum von Seefahrern, Straftätern oder Mafiosis. Trotzdem hält sich die gesellschaftliche Anerkennung in Grenzen und du solltest genau überlegen, ob ein Tattoo zu deinen Vorstellungen der späteren Karriere passt oder dir im Business hinderlich ist. Tätowierte Menschen werden nur schwer eine Anstellung in Verbeamtung, bei der Bank oder in anderen seriösen Berufen finden.

Tattoos in pink
Sollen deine Tattoos alle sehen? Oder willst du sie lieber an einer Stelle, an der man sie verstecken kann?

Natürlich musst du auf das Tattoo nicht verzichten, solltest es aber an einer Körperstelle in die Haut bringen lassen, die du problemlos im Business verdeckst. Wenn du dabei auch die Sommermonate im kurzärmeligen Hemd oder einer Bluse bedenkst, kannst du das Tattoo ohne eine Beeinträchtigung der Karriere stechen lassen.

Ein aktueller Trend zeigt auf, dass sich immer mehr mit beiden Beinen im Leben stehende und bereits in der Karriere befindliche Menschen tätowieren lassen. Von einer Jugendsünde ist in diesem Fall natürlich keine Rede, da diese Entscheidung meist einer reiflichen Überlegung folgt und aus diesem Grund erst viel später im Leben manifestiert wird.

Beim Motiv solltest du besonders lange überlegen und von zeitgemäßen oder personengebundenen Tätowierungen absehen.

Während der Name deines Kindes eine Erinnerung ist und für die Ewigkeit besteht, kann der Name eines Lebensabschnittsgefährten schnell zum Ärgernis werden und ist daher ein sichtlich ungeeigneter Schriftzug für ein Tattoo.

Gesundheitliche Risiken beim Tätowieren
Deine Gesundheit legst du mit einem Tattoo in fremde Hände und musst auf das Wissen, sowie die Hygiene des Tätowierers und des Studios vertrauen. Aus diesem Grund solltest du bei der Wahl des Studios besonders vorsichtig sein und dir am besten mehrere Tattoostudios ansehen.

  • Trägt der Tätowierer einen Mundschutz, Handschuhe und sind die Nadeln steril? Sicherlich wird dich der Mundschutz auf den ersten Blick verunsichern, da du nicht zur Operation, sondern zum Designer für Körperkunst gehst. Doch sollte dir bewusst sein, dass auch eine kleine Wunde in der Haut zu einer schlimmen Entzündung führen und als Eindringstelle für Hepatitis, für Keime und Bakterien sein kann.
  • Das Tattoo erzeugt nur eine oberflächliche, nicht aber eine ungefährliche Wunde. In dem von dir gewählten Tattoostudio sollten die Zertifikate für Hygieneprüfungen und den Gesundheitsnachweis der Beschäftigten offen und für jeden Kunden sichtbar aufgehängt sein.
  • Wie sauber es in einem Tattoostudio ist, erkennst du bereits auf den ersten Blick. Trotzdem solltest du dich nicht allein vom Eingangsbereich leiten lassen, sondern dir vor einer Entscheidung für einen Tätowierer auch die Räumlichkeiten, in denen du dein Tattoo bekommst, zeigen lassen.
  • In einem seriösen und auf deine Gesundheit bedachten Tattoostudio wirst du nicht schief angesehen, wenn du Fragen zur Hygiene stellst und dir die Räume zeigen lässt. Vielmehr zeigt das dem Tätowierer, dass du dich im Metier auskennst und dich bereits im Vorfeld mit den Details einer Tätowierung auseinandergesetzt hast.

Das richtige Motiv finden ist nicht immer so einfach

Tätowierer bevorzugen Kunden, die mit einer eigenen und gefestigten Meinung ins Studio kommen und eine klare Vorstellung von dem haben, was sich als Bild auf ihrer Haut präsentieren soll. Das heißt natürlich nicht, dass du ein Bild selbst entwerfen musst oder auf die Inspiration der Vorlagen im Tattoostudio verzichten solltest. Doch eine klare Linie muss in deinem Kopf vorhanden sein, an der du dich orientierst und die du in die Motivsuche einbringst. Du kannst dich bei deinem ersten Besuch beim Tätowierer darauf einstellen, dass er dich nach deinen Vorstellungen fragt.
Ein seriöser Tätowierer lehnt beispielsweise Kunden ab, die ohne eine klare Vorstellung ins Studio kommen und ihren Besuch damit begründen, dass sie sich gerne ein Tattoo stechen lassen wollen.

Rosen Tattoo
Das Motiv ist für die Ewigkeit. Also überleg es dir gut. Schau dir mehrere Arbeiten an und lass deine Vorstellungen genau umsetzen.

Die Motivwahl bereitest du bereits zu Hause vor und kannst am Computer oder in deinen kreativen Gedanken nach dem perfekten Tattoo für dich suchen. Ob es letztendlich auch auf die von dir gewählte Körperstelle passt, wird dir der Tätowierer mitteilen. Der Beruf des Tattoo Artists ist ein kreativer, mit einer ganz eigenen Handschrift versehener Beruf.
Dir sollte daher bewusst sein, dass jeder Künstler auch seine eigene Handschrift auf deinem Körper verewigt.

Um hier die richtige Entscheidung zu treffen und mit dem Stil eines Tätowierers vertraut zu werden, kannst du dir die Mappen mit bereits gestalteten Tattoos ansehen. Diese liegen in allen Tattoostudios aus und verleihen dir einen Einblick in die Arbeit, die der Tätowierer bereits vollbracht. Gefällt dir ein Stil in der Umsetzung überhaupt nicht, solltest du dich auf die Suche nach einem anderen Tätowierer begeben.

Zwei wichtige Tipps:
  1. Der Entwurf für deine Tätowierung sollte kostenlos und vor der Terminvereinbarung erstellt werden. Erst wenn du diesen absegnest und mit der Arbeit zufrieden bist, solltest du den Termin vereinbaren. Möchte ein Tätowierer den Entwurf nicht kostenlos zeichnen, würdest du bei der Entscheidung für dieses Studio sowieso enttäuscht sein und kannst daher gleich einen neuen Anlauf in einem anderen Tattoostudio starten.
  2. Solange das Motiv nur auf dem Papier ist, kannst du es verändern und deinen Vorstellungen anpassen lassen. Mit einem Tattoo entscheidest du dich für ein Bild, das lebenslang auf deiner Haut und immer mit dir verbunden sein wird. Kompromisse musst du ausschließen und wenn ein Tätowierer keine Änderung vornehmen möchte, dreh dich um und gehe.

Die ersten Tage mit dem neuen Tattoo

Farbige Tattoos
Du hast ein Studio gefunden, ein Motiv gewählt und sitzt nun auf dem Stuhl der Pein. Die Hautempfindlichkeit variiert bei allen Menschen und du musst dich nicht schämen, wenn du eine Sitzung unterbrichst und einen neuen Termin vereinbaren möchtest.

Signalisiert dir dein Körper einen nicht mehr auszuhaltenden Schmerz, wirst du beim Durchhalten und Zähne zusammen beißen keinen Erfolg erzielen. Die Haut würde die Farbe abstoßen und das Ergebnis wäre nicht perfekt.

Hast du durchgehalten und das Tattoo ist auf deinem Körper, gibt dir der Tätowierer nicht nur eine knisternde Schutzfolie für die ersten Stunden, sondern auch hilfreiche Tipps für den Umgang mit dem frischen Tattoo mit nach Hause. Die Pflege mit Vaseline, einer speziellen Wund- und Heilsalbe oder Tattoo Salbe fördert die Wundheilung und hält die Farbe unter der Haut.

Was Du mit dem neuen Tattoo nicht tun solltest:
  • ins Schwimmbad, in die Sauna oder ins Solarium gehen
  • in der Sonne braten – zu enge oder fusselnde Kleidung tragen
  • baden
  • Grind entfernen
  • Schmutz an die frisch tätowierte Körperstelle lassen.

Nach zwei bis drei Wochen ist das Tattoo augenscheinlich vollständig abgeheilt. Doch die Haut ist noch gereizt und es kann zu leichten Irritationen bei Berührung kommen. Die Heilung hängt primär von der Körperstelle ab. Ein kleines Tattoo auf deinem Arm heilt schneller, als ein großflächiges Motiv auf deinem gesamten Rücken oder auf dem Bauch.

Bilder:
Titelbild – Urheber: NejroN / 123RF Lizenzfreie Bilder
Frau mit Schmetterlingstattoo – Urheberrecht: poznyakov / 123RF Stockfoto
rankendes pinkes Tattoo – Urheberrecht: patriziatilly / 123RF Stockfoto
grau-weiß Rosen – Urheberrecht: mur34 / 123RF Stockfoto
beide Arme mit Tattoos – Urheberrecht: annamaltseva / 123RF Stockfoto

Über Peggy

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