Wie laufe ich richtig und sicher auf hohen Absätzen?

Du schaust dir gerne Models am Laufsteg an, und bist einfach nur begeistern, wie diese bildschönen Frauen so leichtfüßig mit diesen extrem hohen Schuhen über den Laufsteg schweben? Oder denkst du dir bei jeder Frau im Fernsehen die mit hohen Schuhen durch den Film, rennt, wie schafft sie das nur?

High Heels sehen nicht nur sexy aus, sondern sind für viele Menschen auch in Inbegriff von Weiblichkeit, allerdings nur, wenn der Lauf in ihnen auch perfekt ist. Wenn du unsicher bist, und nur hohe Schuhe ­wegen anderer Personen tragen willst, dann lass es lieber, denn genau das wirst du auch ausstrahlen. Machst du es aber für dich und dein Selbstwertgefühl und aus deinem persönlichen Willen heraus, dann lies weiter und lerne in hohen Schuhen perfekt zu laufen. Wenn es nicht von Anfang an gut klappt, keine Angst!

So muss das nicht bleiben, denn jeder kann lernen in hohen Schuhen richtig zu laufen, ohne Gestolper und Gestakse. Allerdings benötigst du dazu ein bisschen Übung, denn niemanden ist der fehlerfreie Lauf mit Stöckelschuhen in die Wiege gelegt worden (auch wenn man das bei manchen Frauen denken könnte).
Damit dein Auftritt in High Heels perfekt wird, musst du nur ein paar Grundregeln beachten und etwas üben, dann kann gar nichts mehr schief gehen!

Aufwärmtraining für deine Füße

Gerade wenn du noch nie oder fast nie in hohen Schuhen gelaufen bist, solltest du deine Füße erst einmal etwas locker machen. Lass deine Zehen und Fußgelenke kreisen. Denn was viele Frauen auch gerade bei längerem Tragen von High Heels sehr schnell merken ist, das die Schuhe einfach nicht so breit gebaut sind wie normale Laufschuhe oder Ballerina. Das mag dir auf den ersten Blick gar nicht so klein vorkommen, aber wenn du die High Heels einmal etwas länger trägst, wirst du genau wissen, was gemeint ist. Die Füße fangen durch die Schrägstellung sehr schnell an, wehzutun, wenn man das Tragen solcher Schuhe nicht gewohnt ist. Aber es heißt ja nicht umsonst „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, du möchtest High Heels tragen? Also musst du da nun durch! Jeder Anfang ist schwer!
Denk immer daran, alle anderen Frauen haben auch keine Superman-Füße, sondern die gleichen Leiden wie du, das macht es dir bestimmt einfacher, das eine oder andere Wehwehchen wegzustecken und die Zähne zusammenzubeißen, bis du dich an das Laufen in hohen Schuhen gewöhnt hast.

Wie hoch sollten die ersten High Heels sein?

Du hast sonst nur flache Schuhe getragen, und möchtest nun hoch hinaus? Dann solltest du nicht gleich mit 12 cm Absätzen anfangen. Ein Umknicken mit dem Fuß aus der Höhe kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern du kannst dich auch ernsthaft verletzen. Starte mit einem Schuh unter 8 cm, das ist so im Allgemeinen die Grenze des „Bequemen“. Mit allen Schuhen unter 8 cm kann man auch längere Strecken noch sehr gut bewältigen ohne den Wunsch zu verspüren die Schuhe von den Füßen zu reißen, und barfuß zu gehen. Gerade zum Beginn deiner „Hohe-Schuhe-Karriere“ solltest du öfters zwischen verschiedenen Absatzhöhen wechseln, um ein gutes Laufgefühl und auch entsprechend Sicherheit in den verschiedenen Absatzhöhen zu bekommen. Läufst du sicher und perfekt in bis zu 8 cm hohen Schuhen, kannst du dich an höhere Absätze wagen. Wie erst gestern vorgestellt ist die Lieblingsabsatzhöhe von Schuhdesigner Christian Louboutin ja 12 cm. Um darin wirklich gut zu laufen, musst du viel üben!

Das A und O – die Körperhaltung

Du hast nichts verloren? Gut! Warum schaust du dann immer beim Laufen auf den Boden. Das erinnert etwas an die Suche nach dem verlorenen Schatz. Auf den Boden gucken beim Laufen ist weder sexy noch damenhaft! Das solltest du dir schon von Beginn an hinter die Ohren schreiben! Es gilt: Bauch rein, Brust raus und den Kopf hoch! Du hast auch keine 7-Meilen-Stiefel an! Deshalb solltest du auch nicht dementsprechend laufen! Wenn du es eilig hast, geh eben beim nächsten Mal früher los, aber mach bloß keine Stechschritte in High Heels! Das sieht dann aus wie der berühmte Storch im Salat!
Kleine Schritte und langsam laufen, wie eine richtige Lady! Richtig läufst du, wenn du als Erstes mit dem Absatz aufsetzt, danach erst die Zehen. Das hält deine Schultern in der richtigen, geraden Position und hilft dir perfekt zu laufen. Wenn du das hintere Knie nicht stocksteif durchdrückst, sondern etwas beugst, bekommst du noch automatisch einen verwegenen Hüftschwung gratis dazu!

Übungen für zu Hause

Damit du genug Sicherheit beim Tragen deiner High Heels bekommst, solltest du zu Hause gut üben. Du kannst beim Putzen, Kochen oder Bügeln deine neuen Schuhe tragen und wirst so schnell vergessen, dass du sie überhaupt an den Füßen hast. Eine kerzengerade Körperhaltung wurde früher schon sehr einfach trainiert: Leg dir ein schweres Buch beim Laufen auf den Kopf, so ­kommst du erst gar nicht in die Versuchung, auf den Boden vor dir zu schauen. Das streckt deinen Körper und gibt dir einen sicheren und vor allem geraden Gang. Wenn du zu Hause schon wie ein Profi mit deinen hohen Schuhen unterwegs bist, kommt nun dann noch der Außenwelttest. Einmal, damit ins Einkaufszentrum, die Rolltreppen rauf und auf den glatten Fließen in den Geschäften gelaufen, und das ohne Fehler, macht dich auch für deinen Auftritt am Abend sicher!

Tipp: Gefahren wie Gitter, Kopfsteinpflaster und Gullideckel meistern

Auch auf den täglichen Laufstrecken gibt es noch ein paar Extrahindernisse, um die du vielleicht nicht herumkommst. Gut du sagst nun, einen Gullideckel oder ein Gitter im Boden siehst du rechtzeitig. Aber bei solchen Hindernissen darfst du nicht mit dem Absatz aufkommen, sondern nur mit den Zehen. Auch das solltest du üben, damit das nicht so künstlich aussieht. Für einen Gulli oder ein Gitter ist das nicht so dramatisch aber eine längere Piste auf Kopfsteinpflaster will damenhaft gekonnt sein.

Die ganz persönliche Aschenputtelnummer

Du fragst dich nun, was soll das nun schon wieder sein. Nun, wenn du das Märchen kennst, weißt du, dass es den Prinzen nur gibt, wenn die Devise „Rucke die guh, Rucke die guh, kein Blut ist im Schuh“ lautet. Was das nun mit deinen High Heels zu tun hat? Ganz einfach, dein neuer Schuh muss richtig passen! Er darf weder zu klein noch zu groß sein, eben optimal wie bei Cinderella. Die beste Tageszeit für einen Schuhkauf ist nach Mittag oder der frühe Nachmittag, weil genau dann deine Füße ihre „normale Form“ haben. Am Abend sind die Füße immer etwas geschwollen und am Morgen sind die Füße etwas schmaler. Der frühe Nachmittag ist also perfekt, wenn du dir neue High Heels kaufen willst! Für zusätzlichen Halt sorgen an manchen Schuhmodellen kleine Riemchen, die dir extra Halt geben beim Tragen. Das ist gerade für deine ersten Monate in hohen Schuhen eine sehr gute Wahl.

Balsam für die leidenden Füße

Damit du für deine Füße keinen eigenen Kuraufenthalt beantragen musst, solltest du dir ein paar transparente Gel-Einlagen gönnen. Die fallen nicht weiter im Schuh auf, aber machen das Laufen um einiges bequemer. Die Gel-Polster rutschen nicht und helfen dir dabei das du sicher und fest im Schuh bleibst, und das, solange du möchtest. Hin und wieder ein Fußbad und anschließend eine kleine Fußmassage tut jedem Fuß gut, und das nicht nur, wenn du hohe Schuhe trägst. Gönne deinen Füßen auch einmal was, schließlich tragen sie dich durch das ganze Leben.

Letzter Tipp:

Muss ein guter Schuh immer teuer sein? Das vermutlich nicht, aber man bezahlt nicht nur den Namen, sondern eben auch die Qualität. Teure High Heels sehen nicht nur gut aus und sind auch in Zwischengrößen erhältlich, ferner ist der Absatz des Schuhes auch genau da, wo er hingehört, um das meiste Gewicht aushalten zu können. Zusätzlich ist im Schuh der Bereich der Sohle extra gepolstert, um das Tragen auch ohne extra Einlagen bequemer zu machen. Echtes Leder in den Schuhen ist leicht dehnbar und lässt den Fuß nicht so schwitzen wie Kunstleder. Deshalb solltest du schon lieber ein paar Euro mehr ausgeben, wenn du dir hohe Schuhe kaufst, denn deine Füße und deine Gesundheit werden es dir danken!

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