Haarpflege im Winter
Richtige Haarpflege im Winter - Urheberrecht: >Prometeus / 123RF Stockfoto

Haarpflege im Winter Tipps und Tricks

Der Winter hat viele Seiten. Kühle Luft, morgendlicher Reif und ab und zu eine fahle Sonne, die sich durch blässlich blauen Himmel schiebt. Wir ziehen uns dicke Schals und Mäntel an und packen unsere Hände in flauschige Handschuhe – aber was ist mit unseren Haaren? Der prüfende Blick in den Spiegel endet leider so manches Mal mit Frustration. Die Haare sehen leicht angegriffen aus. Woran liegt das bloß? Gerade im Winter ist das Haar zahlreichen Strapazen ausgesetzt. Trockene Heizungsluft und Frizz sind dafür verantwortlich, dass die Haare nicht immer so gepflegt aussehen, wie wir es uns wünschen würden.

Welche Einflüsse schaden dem Haar im Winter?

Wie bereits erwähnt ist trockene Heizungsluft wahres Gift für gepflegte Haare. Sie steht an erster Stelle der negativen Beeinträchtigungen im Winter. Dem Haar wird in beheizten Räumen permanent Feuchtigkeit entzogen – und dort halten wir uns ja während der kalten Jahreszeit am Liebsten auf. Das Ergebnis kannst du dann bei dem morgendlichen Blick in den Spiegel ablesen. Das Haar wirkt spröde und aufgeraut.

Ein weiterer Faktor für den öfter einmal leicht ungepflegt wirkenden Look im Winter ist, dass du deine Haare im Sommer bestimmt das ein oder andere Mal von der warmen Luft trocknen lässt. Im Winter fehlt dir aber einfach die nötige Zeit dazu. Ohne den warmen Sommerwind, dauert es eben viel länger, bis die Haare getrocknet sind. Um hier ein wenig nachzuhelfen und kostbare Minuten einzusparen, ist der Griff zum Föhn die einzige Lösung.

Dass sich dein Haar dabei nicht sonderlich wohlfühlt, ist dir wahrscheinlich bekannt. Föhn, Glätteisen und Lockenstab sind die Hauptursachen für Spliss. Dein Haar mag eben einfach keine Hitzebehandlungen und dankt dir solche extremen Torturen, mit einer rauen Struktur.

Der Aufenthalt im Freien, hat in den kühlen Monaten ebenfalls einige Tücken und geht nicht spurlos an deinen Haaren vorbei. Durch die erhöhte Feuchtigkeit in der Luft, kräuselt sich dein Haar leicht auf und kann dann besonders unschön wirken. Der berühmte “Frizz” lehrt uns Frauen das Fürchten. Da hilft kein Bürsten und kein Kämmen, die Haare wirken spröde.

Einen nicht geringen Anteil an einer angegriffenen Haaroberfläche trägt allerdings auch die winterliche Kleidung bei. Dicke Rollkragenpullover, Wollschals oder auch der hochgezogene Kragen der Jacke sorgen dafür, dass dein Haar ständig aufgerieben wird. Was aber kann hier Abhilfe gegen all die vielen Stressfaktoren schaffen?

Frau mit Glätteisen
Zu oft sollte man das Glätteisen nicht benutzen! Urheberrecht: dml5050 / 123RF Stockfoto

 

Hilfreiche Tipps von Profis für deine Haarpflege

Das Zaubermittel für gepflegtes Haar im Winter heißt “Leave-in-Conditioner“! Enthalten diese Keratin, Proteine und Hyaluronsäur,e sind sie mit den perfekten Wirkstoffen ausgerüstet, um dein Haar wieder seidig glänzend erscheinen zu lassen. Du arbeitet das entsprechende Produkt in die Spitzen und die Längen ein, den Haaransatz lässt du aus. Nun einfach noch etwas einwirken lassen und der optische Eindruck der so behandelten Haare kann sich wieder als gepflegt bezeichnen.

Die Leave-in-Produkte erzeugen bei deinem Haar einen ähnlichen Effek,t wie eine Feuchtigkeitscreme auf der Haut. Sie versorgen dein Haar mit pflegenden Stoffen, damit auch der Frizz keine Chance mehr hat. Sehr praktisch in der Anwendung ist hier eine “Sprühpflege“. Du sprühst dein Haar wie mit einem Haarspray ein und die “Leave-in-Intensiv-Kur” entfaltet ihre wohltuenden Ingredienzen.

Wenn du deinem Haar etwas besonders Gutes tun möchtest, kannst du auch Öle zur Pflege heranziehen. Avocado- oder Argaöl versorgen das Haar mit reichhaltigen Nährstoffen, die ihm einen gesunden Ausdruck verleihen. Diese Öle sind allerdings eher für kräftiges Haar geeignet. Wenn du feines Haar hast, solltest du darauf achten, dass du ein besonders leichtes Öl verwendest, das die Haare nicht unnötig beschwert.

Du kannst die Anwendung aber auch auf den späten Abend verschieben. In der Nacht können die pflegenden Öle während du schläfst ihre Wirkstoffe entfalten. Morgens wäschst du das am Abend aufgetragene Öl wieder aus. Diese wohltuende Nachtpflege sorgt dafür, dass dein Haar frisch und erholt wirkt. Du solltest, wie bei dem Leave-in-Conditioner, natürlich nur die strapazierten Stellen behandeln und den Haaransatz auch hier meiden. Und noch ein wertvoller Tipp: Gibst du vor dem Föhnen ein wenig Öl ins noch feuchte Haar, so ist der sonst übliche, von der Hitze ausgehende Schaden auf ein Minimum reduziert. Die Produktpalette bietet auch hier Öle zum Sprühen, die von der Handhabung deutlich einfacher sind.

Leave In Conditioner
Leave In Conditioner für optimale Haarpflege – Urheberrecht: auremar / 123RF Stockfoto

Wohltuende Pflege für dein Haar

Wer denkt, mit ein bisschen reparieren sei das Thema Haarpflege im Winter erledigt, der sollte sich einmal Gedanken darüber machen, dass nichts über eine gesunde alltägliche Pflege geht. Im Winter solltest du unbedingt einmal wöchentlich eine Kur anwenden. Wenn du die leider etwas längeren Einwirkzeiten, die bei einer normalen Kur erforderlich sind, etwas abkürzen möchtest, empfiehlt es sich, wenn du zu einer “Express-Kur” greifst. Das geht wesentlich schneller und erzielt ebenfalls gute Ergebnisse.

Wenn du dich allerdings nicht scheust mindestens 15 Minuten für die Behandlung einzuplanen, ist eine “thermoaktive Kur” die bessere Lösung. Du solltest das Haar während der Dauer des Einwirkens gut mit einem Handtuch umwickeln, damit es schön gewärmt wird. Die tiefenwirksame Pflege entfaltet sich bei einer etwas höheren Temperatur am Besten. Dein Haar wird intensiv mit Fettsäuren und Feuchtigkeit versorgt und die oftmals angegriffene Struktur geglättet.

Übrigens – auch die Qualität deiner Haarbürste übt einen nicht geringen Einfluss auf die Beschaffenheit deiner Haare aus. Betrachtest du dir die im Handel angebotenen günstigeren Bürsten und Kämme einmal genauer, so wirst du feststellen, dass sie oftmals nicht sehr sauber verarbeitet sind. Kleine Risse und Unebenheiten im Material sind dafür verantwortlich, dass die Oberfläche deiner Haare immer wieder aufgeraut wird. Die Benutzung von sogenannten Billigprodukten kann auf Dauer zu einer ernsthaften Schädigung des Haares führen. Die Investition in eine hochwertige Bürste oder einen exklusiven Kamm ist also durchaus lohnenswert.

Bürste aus Holz
Nehmen Sie dir richtige Bürste für Ihre Haare! – Urheberrecht: citalliance / 123RF Stockfoto

Von Hand gesägte Kämme aus hochwertigem Kunststoff, oder aus Holz, sind immer eine Empfehlung wert. Wenn du dein Haar optimal pflegen möchtest, solltest du zu einer Bürste mit Naturborsten greifen. Auch wenn diese etwas kostspieliger ist, macht sie sich dennoch bezahlt. Mit einer guten Haarbürste erzielst du auf Dauer ein völlig anderes, wesentlich gepflegteres Erscheinungsbild der Haarstruktur.

 

Titelbild: Richtige Haarpflege im Winter – Urheberrecht: >Prometeus / 123RF Stockfoto

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